Über mich

Das da oben sind meine Füße! Der linke davon, beziehungsweise eher mein linkes Sprunggelenk entzieht sich meiner Kontrolle und will  nicht so, wie ich wohl will. DAS ist ein  echtes Problem und führt dazu, das ich zum fortbewegen auf einen Rollstuhl

angewiesen bin. Nun habe ich dieses Problem nicht schon mein ganzes Leben, sondern bin bis zum zarten Alter von etwa 40 völlig normal durch mein Leben gegangen, getanzt, gejoggt, gehüpft, gelaufen und geschwommen wie ein Fisch.  Im Januar 2005 erlitt ich ein Schädel-Hirn-Trauma mit anschließender Halbseitenlähmung links. Wie es dazu kam, erzähle ich vielleicht später einmal. Das hängt auch von einer sich hier vielleicht einfindenden Leserschaft ab.

Dieses Ereignis teilt mein Leben in ein Vorher und ein Nachher.

Es gibt vieles, was es im Vorher schon gegeben hat und ins Nachher mitgekommen ist. So bin ich z. B. eine absolute Leseratte und eine Teetante. Kommt mir also bitte nicht mit Kaffee!!Höchstens mal einen Espresso nach einer üppigen Mahlzeit. Außerdem habe ich drei wunderbare Kinder. Zwei sehr vernünftige Mädels( 19 & 21 Jahre alt) und einen Jungmann( 18 Jahre), der noch in der Entwicklung steckt.

Inzwischen bin ich 51 Jahre alt, bin glücklich und zufrieden, fühle mich, trotz allem, auf der Sonnenseite des Lebens stehend. Ein Leben, das ich seit inzwischen 10 Jahren mit einem Mann teile, den weder meine Kinder noch meine Behinderung abgeschreckt haben. Das bedeutet nun aber nicht, daß ich keinen Kummer und keine Sorgen hätte.

Ich bin einfach ein positiv denkender Mensch, meistens zuversichtlich und gut gelaunt. Ich bin glücklicherweise in der Lage, den meisten Wendungen in meinem Leben auch etwas positives abgewinnen zu können.  Klar, das mit dem Rollstuhl ist echt dumm gelaufen und führte zu vielen vielen Krokodilstränen, Wut und Trauer. Ich wollte mir vor lauter Frust auch schon den linken Arm abhacken, da er ja doch nur unbeweglich an meiner Seite baumelt.

Hier schließe ich den Kreis  zum „Nachher“ in meinem Leben. Gefühle, schöne und weniger schöne, haben im „Vorher“ eindeutig weniger Platz gefunden und wurden von mir kaum beachtet, sondern auf die Seite geschoben.

Nach vielen Jahren Therapie, Psychotherapie und Ergotherapie nach dem Perfetti-Konzept, lerne ich nun endlich auch auf meine Gefühle zu hören und damit umzugehen.  Im „Vorher“ war ich eindeutig Kopflastig. Jetzt im „Nachher“ gleichen sich Kopf und Bauch  allmählich aus, tarieren sich und werden sich in der Mitte einpendeln.

Alles was mir passiert ist, hat mich in meinem Denken, Handeln und Tun verändert. Das wäre ohne meine Erkrankung nicht passiert. Ich will nicht sagen, das ich dankbar bin, aber dieser radikale Lebenseinschnitt hat mir Veränderungen ermöglicht, die ich im „Vorher“ nicht erfahren hätte. Und darum bin ich froh!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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